Reisebericht: Die Ricoh GR

Wie ja schon im Beitragsbild des Prologes zu sehen ist, ist die „kleine Knipse“ die Ricoh GR.

Über die hervorragende Linse an dem APS-C große Sensor und den technischen Highlights & Gadgets mag ich hier gar nicht so viel schreiben. Darüber gibt es im www mehr als genug Testberichte und Reviews.

Wenn man sich auf die Festbrennweite erst mal eingelassen hat, dann bekommt man kein besseres Werkzeug in dieser Größe! Basta! Und da ich eh ein Festbrennweitenfotograf bin, war das vermeidliche Limit auf eine Brennweite kein Thema.

Und sonst?

Sie ist schnell und so was von unauffällig. Kein Wunder, dass die GR zur Streetkamera schlechthin avanciert ist. Mit der wirst du schlicht und ergreifend nicht für vollgenommen und als harmloser Touristenknipser abgestempelt. Weniger geht nicht, außer man greift zum Handy. Weiter haben die Entwickler wohl schon mal selbst fotografiert. Nur so kann ich mir erklären, das man die GR wirklich mit einer Hand bedienen kann.

Also eine „Schnappschusskamera“, eine „ImmerdabeiKamera“ und eine Kamera, die eine vernünftige Bildqualität liefert.

Aber wo Licht ist, ist auch Schatten. Ich bin Sucherfotogaf, und wenn ich die Kamera zücke, kann es schon mal passieren, dass ich mir die Kamera vor das Auge halte. Und mein 28mm Sucher von Voigtländer, den ich mir mal für die Sigma DP1 gekauft hatte, ist dann doch nur eine Krücke. Zudem wird die Kompaktheit dann durch die Angel obsolet.

Wenn ich also losziehe, um zu fotografieren und auch als solcher wahrgenommen werden will, dann nehme ich eine Spiegelreflex- oder Sucherkamera. Aber nicht selten genug wären mir Aufnahmen entgangen, weil ich halt nicht immer mit einer zwangläufig größeren Guglochkamera aus dem Haus gehe.

Also die Ricoh GR ist gesetzt und kommt mit auf die Reise.