FUJIFILM FUJI X-E1

Wer kennt das nicht? Da willst du aus dem Haus, und hast natürlich beim Türe zuziehen den Gedanken: „Hast du deine Kamera dabei?“ Natürlich nehme ich immer eine Kamera mit, wenn ich sozusagen vorsätzlich fotografieren will. Da stört mich der Klotz nicht. Aber sonst? Die Fullframe DSLR’s von heute sind definitiv zu groß geworden. Hatte ich früher zur meinen Analogzeiten in den 90er Jahren kein Problem eine kleine SLR mit einem flachen 35er oder 50er in die Manteltasche zu stecken. Mach’ das mal heute mit einer DSLR? Ist doch kein Problem, könnte man denken. Nimmst du halt eine Kameratasche mit. Da kannst du doch auch gleich das ein’ oder andere Objektiv mitnehmen. Aber SRY. Kameratasche ist für mich kein Thema. Die haben mich für „alle Tage“ schon immer gestört. Bin kein Taschentyp, auch wenn es da schon schicke Sachen gibt. Also entweder Kamera über die Schulter, oder in die Manteltasche. Ich spreche jetzt immer noch von der Situation, bei der sonst kein Mensch eine Kamera einsteckt. Auf dem Weg zum Sport, beim einkaufen, beim Gang in’s Revier und beim Besuch bei Freunden. Seit ich vor 8 Jahren meine erste digitale Spiegelreflex angeschafft habe, sind so einige „immerdabei“ Kameras bei mir über die Garderobe gewandert. Systemkameras der ersten Generation. High End APS-C Kompakte. Bridgekameras. Ganz normale Kompakte. Kleine Consumer DSLR’s. Aber die Ansprüche an diese kleine digitale Knipskiste sind gefühlt ja fast schon höher, als an meine FullFrame, welche ich zum vorsätzlichen Lichtbildnern nutze. Die Kleine soll klein genug sein, um nicht aufzutragen. Sie soll eine akzeptable Bildqualität bei JPGs abliefern, und natürlich auch RAW können. Sie soll einen Sucher haben. Sie darf gerne bisserl Schick und Retro daher kommen.

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Und Sie soll meine Objektive der FullFrame und auch anderes Altglas, wie u.a. meine M Objektive, tragen können. Und bin jetzt bei Fuji gelandet. Meine erste DSLR war eine Fiji S5 Pro, die ich zum Schluss neben meiner FullFrame DSLR noch im Einsatz hatte. Die bekannten und fast schon legendären Farben der Fuji S5 Pro machten den Verkauf der Kamera für mich nicht einfach. Aber sie war dann doch schon ein wenig in die Jahre gekommen, und als BackUp kam sie nur noch sehr wenig zum Einsatz. (Update Jan. 2015. Es kommt erstens anders, und zweitens als man denkt) Und als „Immerdabei“ hatte ich als letztes die Fuji X100(s) im Einsatz. Die X100(s) war schon eine schöne Sache. Aber irgendwie war die auch nicht das Richtige. Also entschloss ich mich, meine beiden Fujis herzugeben, und stattdessen mir eine Alternative zu suchen, die beide Aufgaben abdecken könnte. Einerseits die Kleine für die Manteltasche, und andererseits als BackUp für meine FullFrame. Die Zeit für eine solche Kamera, als BackUp ist auch jetzt erst reif, da ich an meiner FullFrame seit einiger Zeit überwiegend manuelle Linsen verwende, und somit bei der BackUp Nutzung mit dem Novoflex Adapter „FUX/NIK“ das manuelle scharfstellen somit keine neue Umstellung der Arbeitsweise ist.

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Meine Entscheidung fiel letztendlich auf die Fuji X-E1. Die erfüllt im Moment den Spagat meiner Ansprüche wohl am besten. Einen Vorteil der neueren X-E2 gegenüber der X-E1 sehe ich im Moment nicht, um hierfür das Doppelte auszugeben. Das Gleiche gilt auch für die X-Pro1. Die ist darüber hinaus auch noch ein Quäntchen größer, aber manchmal ist das halt genau das Quäntchen zu viel. Wenn ich die kleine Fuji auch als solche kleine „Immerdabei“ nutze, dann habe ich i.d.R. das Fujinon XF 27mm F2.8 drauf. Es ist das einzige Objektiv von Fuji, welches ich für die Kamera besitze. Bis jetzt haben ich neben der 27er Brennweite auch noch nichts mit Autofokus vermisst. Die Kleinbildäquivalenten 41mm decken für mich im Moment alles ab. Zudem ist das 27er Fujinon ein echtes Pancake, was nicht aufträgt. Die kleine schwarze X-E1. Für mich im Moment die beste Lösung meiner Ansprüche!