„85mm“

„85mm“     Ein experimentelles Projekt

 

Es sind seit der ersten bekannten Photographie aus dem Jahr 1826 fast 200 Jahre vergangen, in dem sich das Medium zu dem entwickelt hat, was es heute ist. Und besonders heute scheint es doch für ein anspruchsvolles oder perfektes Bild immer die gleichen Regeln, insbesondere in technischer Hinsicht, zu gelten. Ein perfektes Bild wird durch Schärfe und die digitale Nachbearbeitung dominiert.

 

Daneben hat sich aber auch die Photographie als Kunstform etabliert. Bereits vor ca. 100 Jahren gab es die Stilrichtung des Piktorialismus. Hier wollte man der Behauptung entgehen, dass die Photographie eine simple Dokumentation der Realität sei. Und wenn man das Wort „Photographie bzw. Fotografie“ und dessen Herkunft ergründet, so heißt das nichts anderes als das Malen mit Licht. Hierdurch inspiriert fing ich an, mir Gedanken über eine photographische Begegnung mit meiner Heimatstadt zu machen. Ich experimentierte mit verschiedenen Kameras und Objektiven. Doch meist waren die Aufnahmen zu perfekt, zu glatt und zu emotionslos. Ich wollte eine Annäherung der Photographie an die Malerei. Dieses gelang mir jedoch erst, als ich mir ein Objektiv an meine Kamera bastelte, welches da eigentlich nicht hingehört.

 

 

Die Art der Photographie, welches mir das Objektiv und dessen Adaption aufzwingt, löst mich los von der Art und Weise, wie man eine Kamera bedient. Es sind weder Blende noch ein Fokussierring vorhanden. Bei der Bedienung der Optik gibt es keine reproduzierbaren Ergebnisse. Jedes Bild ist bei der Entstehung bereits ein nicht wiederholbares Unikat.

 

 

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….weitere Aufnahmen sind in Arbeit….